Die meisten kommen in Alanya an und halten den Strand vor ihrem Hotel für den Strand. Ist er nicht. Die Strände in Alanya ziehen sich über mehr als zwanzig Kilometer beiderseits des Burgfelsens und unterscheiden sich in Sand, Tiefe, Schatten — und vor allem darin, wie viele Menschen darauf liegen.
Westlich des Felsens: Kleopatra
Kleopatra ist der berühmte: zwei Kilometer feiner heller Sand, vom Burgberg nach Westen. Er liegt nach Westen, bekommt also die Sonnenuntergänge, und er hat den vollen Apparat — Liegen, Duschen, Cafés, Wassersport und eine Promenade dahinter.
Er ist außerdem mit Abstand der vollste Abschnitt der Stadt. Im Juli finden Sie nach zehn Uhr keine freie Fläche mehr. Wenn genau das Ihr Urlaub ist: hervorragend. Wenn nicht, lesen Sie weiter. Ausführlicher steht es im Guide zum Kleopatra-Strand.
Östlich des Felsens: Damlataş und Keykubat
Damlataş ist der kleine Strand direkt unter der gleichnamigen Höhle, neben dem Museum eingeklemmt. Kurz, geschützt und oft ruhigeres Wasser als Kleopatra.
Keykubat zieht sich vom Hafen mehrere Kilometer nach Osten und ist die Standardwahl der Einheimischen. Gröberer Sand als Kleopatra, streckenweise Kiesel, dafür viel mehr Platz und ein sanfterer Einstieg. Familien mit kleinen Kindern landen meist hier, nachdem sie einen Tag lang im Westen um einen Platz gekämpft haben.

Außerhalb: Konaklı, İncekum, Mahmutlar
Zwölf bis fünfundzwanzig Kilometer in jede Richtung, und der Charakter ändert sich erneut.
- Konaklı, 12 km westlich. Hotelgesäumt, ruhiges Wasser, günstigeres Essen als im Zentrum.
- İncekum bei Avsallar, rund 25 km westlich. Der Name heißt „feiner Sand" und er hält Wort. Die Pinien reichen bis nah an den Strand, es gibt also echten natürlichen Schatten — an dieser Küste selten — und das Wasser bleibt lange flach. Für kleine Kinder der beste der Strände in Alanya.
- Mahmutlar, 12 km östlich. Mehr Kiesel und Fels, weniger Sand, dafür ruhig und bei Langzeitgästen beliebt.
- Kargıcak, noch weiter östlich, überwiegend Kiesel, klares Wasser, wenig Infrastruktur.
Wie sich der Strand in Alanya im Alltag anfühlt
Jenseits von Sand und Andrang entscheiden drei Dinge, ob der Tag gelingt.
Schatten. Natürlichen gibt es fast nirgends. Die Pinien von İncekum sind die Ausnahme; sonst mieten Sie einen Schirm oder sitzen in einem Beachclub. Zwischen zwölf und sechzehn Uhr im Juli ist das keine Komfortfrage, sondern eine Sonnenbrandfrage.
Der Einstieg ins Wasser. Kleopatra fällt schnell ab und wird kabbelig, sobald am Nachmittag der Wind aufkommt. Keykubat und İncekum bleiben weit draußen flach — deshalb wandern Familien dorthin. Die Kieselstrände im Osten fallen steil ab; dort lernt niemand schwimmen.
Infrastruktur. Duschen, Umkleiden und Toiletten sind an den Stadtstränden Standard und werden außerhalb schnell dünn. Konaklı und İncekum haben sie, die ruhigen Abschnitte hinter Kargıcak oft nicht.

Und noch etwas, das viele überrascht: Baden lässt es sich hier von Mai bis Anfang November, am wärmsten ist das Meer aber Ende August und im September, nicht im Juli. Wer zwischen Juni und September schwankt und wegen des Wassers reist, nimmt September.
Richtig wählen
- Kleine Kinder: İncekum oder Keykubat. Flach, Schatten, Platz.
- Sonnenuntergang und Stimmung: Kleopatra, ohne Konkurrenz.
- Schnorcheln: die Felskanten beim Hafen und in Kargıcak, nicht der Sand.
- Der Menge im August entkommen: alles östlich von Mahmutlar vor 11:00 Uhr.
- Wassersport: die Westseite, wo sich Parasailing über Kleopatra und die Jetski-Anbieter konzentrieren.
Zwei praktische Punkte. Blaue-Flagge-Strände haben Rettungsschwimmer und geprüftes Wasser — schauen Sie am Tag selbst auf die Flagge, statt es vorauszusetzen. Und ab etwa fünfzehn Uhr frischt im Westen der Nachmittagswind auf: im August willkommen, im Mai weniger.




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