Die Preise in Alanya gehören zu den Gründen, warum Leute wiederkommen — aber „günstig" leistet in diesem Satz viel Arbeit. Das ist eine Stadt mit drei parallelen Ökonomien im Umkreis eines Kilometers, und in welcher Sie einkaufen, zählt mehr als alles andere, das Sie steuern können.
Die Preise in Alanya haben drei Stufen
Die Hotelmeile. Alles innerhalb einer Anlage oder direkt vor ihrem Tor. Bequem, in Euro oder per Karte, und bepreist für Menschen, die nicht weiterlaufen werden. Für Cocktails und importierte Getränke gelten westeuropäische Preise.
Das Zentrum. Zwei, drei Straßen hinter der Promenade kostet dasselbe Essen spürbar weniger und ist meist besser. Hier liegt der eigentliche Tausch zwischen Bequemlichkeit und Geld.
Lokal. Der Wochenmarkt, die Bäckerei, die *lokanta* mit Warmhaltevitrine und ohne englische Karte, der Friseur. Das ist die Türkei, die alle als erstaunlich billig beschreiben — fünf Gehminuten von der zweiten Stufe entfernt.
Nichts hindert Sie daran, zwischen den dreien zu wechseln, und wer das tut, macht Urlaub für ungefähr die Hälfte dessen, was die Nachbarn zahlen.

Wohin das Geld tatsächlich geht
Bei den meisten teilt sich das Budget so auf, grob nach Größe:
- 1Ausflüge. Der größte variable Posten. Ein Bootstag, eine Jeep-Safari und eine Fernfahrt wie Pamukkale wiegen schwerer als eine Woche Mittagessen.
- 2Abendessen. Fisch nach Gewicht am Hafen ist die teuerste Routineentscheidung; siehe Guide zu Fischrestaurants.
- 3Getränke. Importierte Spirituosen sind hoch besteuert. Einheimisches Bier, Raki und türkischer Wein kosten einen Bruchteil.
- 4Transfers. Der Flughafentransfer ist ein planbarer Fixposten, Taxis um 03:00 Uhr sind es nicht.
- 5Alles Übrige. Liegen, Seilbahn, Museumstickets, Markt. Das bewegt die Summe kaum.

Bargeld, Karten und Währung
Karten funktionieren in Restaurants, Läden und Supermärkten fast überall. Bargeld zählt an drei Orten: Wochenmarkt, Dolmuş-Minibusse und kleine Familienlokale.
Zahlen Sie in Lira. Wer in Euro auszeichnet, wendet meist seinen eigenen Kurs an, und der ist nie zu Ihren Gunsten. Bietet ein Kartenterminal an, in Ihrer Heimatwährung abzurechnen, lehnen Sie ab: Diese Umrechnung ist die Marge des Geräts, kein Service.
Heben Sie an Bankautomaten ab statt an den freistehenden Geräten in Touristenzonen, und lieber größere Beträge seltener, weil die Gebühr meist fix und nicht anteilig ist.
Die Fallen, die wirklich Geld kosten
- Karten ohne Preise, besonders bei Fisch und Spirituosen flaschenweise. Immer vorher fragen.
- Kartenterminals mit voreingestelltem Trinkgeld, das still einen Prozentsatz addiert.
- Taxis ohne laufendes Taxameter. Nach dem *taksimetre* fragen oder den Preis vorher vereinbaren.
- Ausflüge am Hotelschalter ohne Veranstalternamen auf dem Ticket. Mindestens zwei vergleichen.
- Liegenmiete an einem Strand, an dem ein Café denselben Platz für den Preis eines Getränks gegeben hätte.
Eine realistische Tagessumme
Zwei Personen, Unterkunft im Zentrum, ein Essen auswärts pro Tag, ein paar Getränke, Nahverkehr und kein Ausflug — so summieren sich die Preise in Alanya: nach westeuropäischen Maßstäben eine bescheidene Tagessumme und ungefähr ein Drittel desselben Tages in Spanien oder Italien.
Ein Ausflug verdoppelt den Tag. Genau deshalb ist der vernünftige Plan: zwei, drei Ausflüge wählen, die Sie wirklich wollen, gut buchen — und den Rest der Woche zu Preisen der zweiten und dritten Stufe leben.




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